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Handelsrecht (HR)Bearbeiten

AGBG = Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch gilt als übergeordnetes Gesetz für alle Verträge.

Spezielle Regelungen sind meist im Handelsgesetzbuch(HGB) bzw. Konsumentenschutzgesetz zu finden. Diese Regelungen kommen dann zur Anwendung, wenn auf einer Seite entweder ein Kaufmann oder ein Konsument Vertragspartner ist.

Handelsrecht ist das Recht, dass den Handel bzw. Wirtschaftsverkehr regelt, zB. HGB, Kartellgesetz, Gesetz ber unlauteren Wettbewerb (UWG),...

Rechsformen für Unternehmen:

  • Genossenschaften
  • Einzelunternehmen
  • Gesellschaftsunternehmen
    • Gesellschaften
    • Handelsgesellschaften
      Personengesellschaften (OHG, KG)
      Kapitalgesellschaften (Gesmbh, AG)
    • Eingetragene Erwerbsgesellschaften (EEG)
      Offene (OEG)
      Kommandit (KEG)

KaufmannseigenschaftBearbeiten

  • Kaufmann kraft Grundhandelsgewerbe
    1 HGB Ist- oder Musskaufmann
  • Vollkaufmann
  • Minderkaufmann
  • Kaufmann kraft Eintrag ins Firmenbuch
  • Sollkaufmann
    2 HGB
    verpflichtend
    (Betriebe anderer Gewerbe ab bestimmter Gr�e)
  • Kannkaufmann
    landw. Nebenbetriebe
    (Molkerei, Metzgerei, Sägewerk,...)
  • Kaufmann kraft Rechtsform
    6 HGB
    AG, Gesmbh, KG, OHG

Ist- oder MusskaufmannBearbeiten

  • Anschaffung und Weiterkauf von beweglichen Sachen
  • Be- oder Verarbeitung für andere, sofern der Betrieb über den Umfang des Handwerks hinausgeht
  • Versicherungsgeschäfte
  • Frachtführer, Spediteure, Lagerhalter, Kommisssionäre
  • Druckei + Verlagsgeschäfte

Vollkaufmann:

  • jeder der im Firmenbuch eingetragen ist
  • auf ihn sind sämtliche Vorschriften des HGB anwendbar, insbesondere:
    • darf Firma führen
    • darf Prokura erteilen
    • Vertragstrafen unterliegen nicht dem richterlichem Mäßigungsrecht

Minderkaufmann:

  • Wer ein Grundhandelsgewerbe betreibt, das über das Kleingewerbe nicht hinausgeht
  • HGB gilt nur beschränkt:
    • darf keine Firma fhren
    • er gilt richterliches Mäßigungsrecht
  • Sorgfaltsplicht wie Vollkaufmann

FirmaBearbeiten

Firma eines Kfm. ist der Name, unter dem er seine Geschäfte betreibt, die Unterschrift abgibt, klagen und geklagt werden kann.

  • Namensfirma:

Einzelkaufleute haben den Firmennamen mit dem Familiennamen und mit mindestens einem ausgeschriebenen Vornamen zu fhren. Firmenzusätze sind erlaubt.

  • Personenfirma:

OHG hat Familiennamen wenigstens eines Gesellschafters mit einem das Gesellschaftsverhältniss andeutenden Zusatz (zB Johannes Huber OHG).

  • Sachfirma:

Firmenname ist in der Regel vom Gegenstand des Unternehmens entlehnt. Genossenschaft muss, AG soll, Gesmb kann Sachfirma führen.

Grundsätze des FirmenrechtsBearbeiten

Firmenwahrheit: Firmenbezeichnung muss den Unternehmer und die Unternehmensform wahrheitsgemäß bezeichnen. Firmenbeständigkeit: ändern sich Namens- und Inhaberverhältnisse, so kann der Nachfolger Firma unverändert weiterführen (good will) Firmenausschließlichkeit: Jede Firma muss sich von bereits bestehenden Firmen am Ort unterscheiden. Verwechslungsgefahr soll ausgeschlossen werden. Bei gleichem Namen Firmenzusatz (zB sen., jun.) Firmenunübertragbarkeit: Firma kann nicht ohne Unternehmen (rechtlicher Rahmen des Betriebes) übertragen werden. --> es gibt keinen Handel mit Firmenbezeichnungen

FirmenübertragungBearbeiten

Die Firma kann nur mit dem Unternehmen veräußert werden. Wird die Firma mitübertragen, so hat dies auch Einfluss auf die Haftung für Verbindlichkeiten des Unternehmens. Haftung insofern, als der Erwerber die Betriebsschulden kannte oder hätte kennen müssen. Der frühere Inhaber haftet neben dem Erwerber noch weitere 5 Jahre. Diese Bestimmungen gelten auch für den Erben eines Handelsgeschäftes, ausgenommen er stellt das Unternehmen innerhalb von 3 Monaten nach Einantwortung ein.

ProkuraBearbeiten

Prokurist hat eine fast uneingeschränkte Vertretungsvollmacht, die der Betrieb eines Handeslgewerbes mit sich bringt. Prokura kann nur vom Vollkaufmann erteilt werden.

Ausnahme der Vertretungsvollmacht:

  • Veräußerung und Belastung von Grundstücken
  • Veräußerung oder Stilllegung des Betriebes
  • Erteilung oder Übertragung der Prokura
  • Unterzeichnung der Bilanz und des Inventares

Erlöschen der Prokura:

  • Widerruf durch Vollkaufmann
  • Tod, nicht jedoch Tod des Geschäftsherren
  • Konkurs

Unterschrift des Prokuristen: ppA (per Prokura)

Arten der Prokura:

  • Einzelprokura
  • Gemischte Prokura:

Prokurist und Geschäftsführer sind Unterzeichnungsberechtigt Bsp: Vertrag: Es müssen beide unterzeichnen

  • Gesamt-(Kollektiv)-Prokura:

Mehrere Prokuristen gemeinsam (und nur gemeinsam) Zeichnungsberechtigt

  • Filialprokura:

Prokura ist auf Niederlassung beschränkt

Die Prokura wird ins Firmenbuch eingetragen.

FinanzierungBearbeiten

Ist die Mengen- und Zeitgerechte Bereitstellung von Kapital

  • Innenfinanzierung
    ( Kapital wurde durch Betrieb erwirtschaftet )
    1. Selbstfinanzierung
      zB aus nicht entnommenen Gewinnen
    2. Umschichtungsfinanzierung
      zB Verkauf von Vermögensteilen (Grundstücke, etc.)
  • Aussenfinanzierung
    ( Kapital kommt von Aussen in den Betrieb )
    1. Einlagen- bzw. Beteiligungsfinanzierung
      Unternehmer selbst führt Mittel dem Betrieb zu
      oder Fremde führen dem Unternehmen Kapital zu
    2. Fremdfinanzierung
      • Bankkredit (Darlehen)
      • Lieferantenverbindlichkeiten
    3. Leasing
      Sale And Lease Back
      Verkaufen und zurückleasen einer Maschine o.ä.

KreditBearbeiten

Von einem Kredit spricht man dann, wenn Leistung und Gegenleistung auseinander fallen. Kredit ist ein Konsensualvertrag, d.h.: der Vertrag wird mit Willensübereinstimmung gültig. Das Darlehen ist ein Realkontrakt, d.h.: der Vertrag kommt erst mit Zuzahlung der Darlehenssumme zustande.

Arten der Sicherstellung:

  • Bürgschaft:
    • einfache Bürgschaft
    • Ausfalls-Bürgschaft
    • Bürgezahlehaftung ( = Solidarbürgschaft )
  • Hypothek:

Verpfändung von unbeweglichen Sachen (Immobilien), kann ins Grundbuch eingetragen werden. Ist jedoch mit relativ hohen Kosten verbunden und daher nur für langfristige Kredite sinnvoll.

  • Pfandrecht an beweglichen Sachen: (Faustpfand, Lombard)

zB: Schmuck, Effektenlombard (Wertpapier, Sparbücher), ... => Lombardkredit

  • Zession von Fakturen: (Abtretung von Forderungen und Rechnungen)

Hier werden offende Forderungen als Sicherstellung verpfändet.

  • Abtretung von Rechten an Verträgen: (Lebensversicherung)

Hier wird Kapital angesammelt (ähnlich wie auf einem Sparbuch) Es entsteht für die Versicherung ein sogenannter Rückkaufswert. (ca. 2/3 der angesparten Summe) Dieser ist in voller Höhe belehnbar, der Versicherungsanspruch wird dann zugunsten der Bank gesperrt. (vinkuliert) Bei nichterfolgter Rückzahlung wird der Rückkaufswert an die Bank als Begünstigten ausbezahlt.

  • Deckungswechsel:

Blanko-Wechsel (Unvollstädig ausgefüllter Wechsel, meist nur Unterschrift des Bezogenen) =>dient zur schnelleren Einbringlichkeit notleidender Kredite

  • Eigentumsvorbehalt:

Hier geht der Eigentumsvorbehalt vom Verkäufer des Wirtschaftsgutes auf die kreditfinanzierende Bank über, wobei erst nach vollständiger Bezahlung/Rückzahlung des Kredits das Eigentum auf den Käufer übergeht

  • Sicherungseigentum:

Ein Wirtschaftsgut steht bereits im Eigentum des Kreditnehmers, wird jedoch der Bank als Kreditbesicherung übergeben.

Kreditkosten:

  1. Beschaffungskosten:
    Vertragserrichtungskosten, Provisionen (zB Kreditbereitstellungs- und Zuteilungsprovision), Kreditsteuer( 0,8%-1,5%)
  2. Laufende Kosten:
    Zinsen bzw. Soll-Zinsen abhängig von Bonität, Sicherheiten, Höhe und Laufzeit des Kredits => Basel II
    Bearbeitungsgebühr, Verwaltungsgebühr,..
    Valutarisiko bei Aufnahme von Fremdwährungskredit
    p.m. ^= pro Monat zB 1,5% p.m.
    p.q. ^= pro Quartal
    p.a. ^= j�rlich

Effektivzinssatz:

Bsp:
		4% pa		10.000
					   400
					------
					10.400

		1.Qu:		10.000
					   100
					------
					10.100

		2.Qu:		10.100
					   101
					------
					10.201

		3.Qu:		10.201
					   102,01
					---------
					10.303,01

		4.Qu:		10.303,01
					   103,0301
					-----------
					10.406,0401		--> Effektivzinsatz = 4,06%

Kreditarten Bearbeiten

  • Kontokorrentkredit:
    Die Bank gibt eine Rahmenzusage (Kredithöchstgrenze)
    Geld kann bis zur Vereinbarten Höhe abgehoben bzw. überwiesen werden.
  • Darlehen:
    Wird in einer Summe an den Kreditnehmer ausbezahlt.
    Rückzahlung erfolgt in Raten, meistens nach einem vorgegebenen Zahlungsplan.
    Die Raten enthalten Kapitalrückzahlung und Zinsen.
    Man nennt dise auch Annuitäten
    Über rückbezahlte Beträge kann der Darlehensnehmer, im Gegensatz zum Kontokorrent, nicht mehr verfügen.

Kontokorrent: Im Rahmen einer dauernden Geschäftsverbindung vereinbarte periodische Abrechnung(sweise), bei der die überseitigen Leistungen laufend in Form eines Kontos verbucht werden.

  • Wechsel- oder Diskontkredit:
    Die Bankt kauft vom Kreditnehmer Wechsel an, die er von seinen Kunden erhalten hat.
    Vom Ankauf bis zur Fälligkeit fallen Zinsen an, die von der Wechselsumme in Abzug gebracht werden (diskontiert).
    Auf die Bonität des Wechselverpflichteten wird besonders geachtet.

Finanzierung - GrundsätzeBearbeiten

Langfristig gebundenes Vermögen soll nur mit langfristig rückzahlbarem Kapital (Eigenkapital oder langfristigen Krediten) finanziert werden. Je höher bzw. je länger die Lebensdauer eines Anlagegutes, umso länger kann der Kredit sein. Die Erneuerung des Betriebsvermögens soll aus dem Gewinn durchgeführt werden, während eine Vergrößerung des Betriebsvermögens aus Eigen-oder Fremdkapital erfolgen soll.

Leasing: (-> Miete)

Unter Leasing versteht man die mittel- und langfristige Vermietung bzw. Verpachtung von Wirtschaftsgütern durch Händler oder durch eigene Leasinggesellschaften. Vermietung = keine wirschaftliche Nutzung Verpachtung = wirtschaftliche Nutzung

Ablauf:

  1. Kunde wendet sich an Händler oder Hersteller
  2. Kunde wünscht Finanzierung mittels Leasing (durch Leasinggesellschaft)
  3. Leasinggesellschaft schließt mit Händler oder Hersteller Kaufvertrag über das Objekt ab
  4. Leasinggesellschaft schließt Leasingvertrag mit Kunden

Beim Leasing bleibt der Leasinggeber Eigentümer des Wirtschaftsgutes, es sei denn man hat einen Leasingvertrag mit Kaufoption, d.h: das Leasingobjekt kann nach Ablauf der Leasingdauer zu einem bestimmten Preis vom Leasingnehmer erworben werden.

Leasingarten:

  • Operating Leasing: Normaler Mietvertrag
  • Full-Service Leasing: Wartungs- und Servicearbeiten sind Aufgabe des Leasing-Unternehmens
  • Sale And Lease Back: Ein Wirtschaftsgut steht vorerst im Eigentum des Leasingnehmers, der dieses an die Leasinggesellschaft verkauft und von dieser zurckleast (mietet).

Fremdkapital (Schulden) können dadurch abgebaut werden, jedoch werden Leasingraten anfallen. Die Leasingrate setzt sich aus Miete, Zinsen, Verwaltungskosten sowie Risikoprämie? zusammen. Ob ein Kredit oder ein Leasingvertrager günstiger ist, lässt sich nur im Einzelfall bestimmen.

HandelsgeschäfteBearbeiten

Sind alle Rechtsgeschäfte eines Kaufmannes, die zum Betrieb seines Handelsgewerbes gehören und bei denen mindestens einer der Beteilgten Kfm. im Sinne des HGB ist. MERKE: Ein Landwirt der nichts verkauft ist kein Kfm. Ein Kfm. ist man bei der Anschaffung und Weiterveräußerung von beweglichen Objekten.

Besondere Vorschriften im HRBearbeiten

HandelsbräucheBearbeiten

'Usancen' (Sprache der Kaufmänner war früher hauptsächlich französisch) = Bräuche, Gepflogenheiten Unter Handelsbräuchen versteht man die im Handelsverkehr angewandten Gepflogenheiten, deren Abweichung ausdrücklich festgelegt werden muss. Ein Bsp. dafür sind die sogenannten Incoterms (internationalisierte Regeln für Auslegung handelsüblicher Vertragsformeln)

  • Ab Werk:
    Käufer trät Risiko vom angebenen Ort (Werkt des Verkäufers)
    Käufer trägt sämtliche Kosten und Gebühren
  • frei (franko): Frei Haus + <Addresse>
    Verkäufer trägt Kosten bis zur vereinbarten Addresse
  • frei Waggon <Ort>:
    Kosten und Risiko versandfertiger Waggon am Verladebahnhof trägt Käufer
    Transportkosten trägt der Verkäufer
  • Ab dann: Käufer zuständig sein, Der Verkäufer muss Verladekosten zahlen
    Käufer bezahlt Fracht, Entladekosten, Lieferung
  • frachtfrei + <Ort>:
    Verkäufer hat Risiko einschließlich Waggonverladung im Verlade/Absendebahnhof
    die Frachtkosten jedoch bis zum Bestimmungsbahnhof

Im internationalen VerkehrBearbeiten

  • FOB (free on board):
    Verk. trägt Kosten u. Risiko, bis Ware im vereinbarten Verschiffungshafen die Reeling des Schiffes berschritten hat
  • CIF: (cost insurance freight)
    Verkäufer hat Risiko wie FOB, jedoch sämtliche Kosten bis zum Bestimmungsbahnhof
  • CIF boarded: Verkägfer trägt Entladekosten
  • FAS: (free alongside ship)
    Verk. muss Ware auf seine Kosten und Risiko an die Längsseite des vom Käufer bestimmten Schiffes bringen

HaftungBearbeiten

Sorgfalt eines ordentlichen KaufmannesBearbeiten

FIXXME: wo san 1. und 2. ????

  1. Bürgschaft:
    Gibt ein Vollkaufmann im Rahmen seines Handelsgeweres eine Bürgschaft ab, so haftet er als Bürge und Zahler. Schuldner muss nicht erst gemahnt werden, sondern Bürge kann gleich zur Zahlung herangezogen werden.
  2. Verkürzung über die bzw. unter die Hälfte des wahren Wertes (laesio enormis):
    Anfechtung eines Handelsgeschäftes wegen laesio enormis ist ausgeschlossen.
    Ein Vertrag, bei dem ein Vertragspartner nicht einmal die Hälfte dessen erhalten hat, was er #:seinerseits dem anderen hingegeben hat, kann wegen Verkürzung über die Hälfte des wahren Wertes angefochten werden, (jedoch nur laut ABGB) nicht wenn es ein Handelsgeschäft ist.
    Anfechtung fhrt zur Rückgängigmachung des Vertrages.
  3. Zurückhaltungsrecht (Retentionsrecht):
    Zum Unterschied vom ABGB muss kein rechtlicher Zusammenhang zwischen gemachtem Aufwand und zurckbehaltener Sache sein.
    Vorraussetzung: Fälige Geldforderung, beidseitiges Handelsgeschäft, Sache des Schuldners muss mit dessen Willen in den Besitz des Gläuibigers gelangt sein.
  4. Pfandrecht:
    Recht des Gläubigers sich aus der Pfandsache für seine Forderung bezahlt zu machen. Ein Kaufmann kann eine bewegliche Sache ohne gerichtliche Mitwirkung öffentlich versteigern.
    Vorraussetzung: Geldforderung für den Pfand gegeben wurde ist fälig.
    Androhung der Versteigerung sowie Bekanntgabe von Ort und Zeit der Versteigerung zweiseitiges #:Handelsgeschäft: 1 Woche (2 Kaufleute)
    einseitiges Handelsgeschäft: 1 Monat (1 Kaufmann)
  5. Gerichtsstand:
    a) allgemeiner Gs: Wohnsitz des Schuldners
    b) Fakturen-Gs: Der Verkäufer bestimmt diesen für ihn günstigen Gs durch Aufnahme des Vermerkes (in der Rechnung) "zahlbar und klagbar in..." Gilt jedoch nur, wenn beide Kaufleute sind und die Rechnung spätestens mit der Ware versandt wird
  6. Überprüfung der Ware und Rügepflicht:
    • zweiseitiges Handelsgeschäft:
      offerner Mangel: Sofort bei Übernahme. Hat den Verkäufer umgehend zu informieren, ansonsten gilt Ware als angenommen.
      verdeckter Mangel: (Mangel zeigt sich erst später).
      Muss Anzeige an den Verkäufer unverzüglich nach Entdeckung gemacht werden. Max. 6 Monate nachträglich.
      verschwiegener M: erst nach 30 Jahren verjährt.
  7. Gewährleistungsansprüche:

a) Wesentlicher und unbehebbarer Mangel (Sache ist unbrauchbar) --> Aufhebung des Vertrages b) Wesentlicher behebbarer Mangel Behebung des M. oder Preisminderung c) Unwesentlich und unbehebbar Falls berhaupt: Preisminderung d) Unwesentlich und behebbar Preisminderung, Behebung des Mangels, ...

  1. Lieferverzug:

Verkäufer gerät in Lieferverzug, wenn Ware nicht rechtzeitig am Zielort und in vereinbarter Weise geliefert ist.

Normalkauf vs. Fixkauf:

Normalkauf: Hier hat der Käufer die Verpflichtung dem säumigen Verkäufer eine angemessene Nachfrist zu setzen. Hält der Verkäufer die Frist nicht ein, tritt Lieferverzug ein.

Fixkauf: Sind Geschäfte die auf einen bestimmten Zeitpunkt abgeschlossen wurden (zB 17.10.05 Fix bei sonstigem Rücktritt), oder bei denen aufgrund der Natur des Geschäftes eine verspätete Lieferung keinen Zweck mehr hätte (zB Hochzeitskleid)

Nachträgliche Lieferung und Schadenersatz: Erlittener Schaden muss vom Käufer nachgewiesen werden zB wegen verspäteter Lieferung müssen Überstunden bezahlt werden. Überstundenzuschlag wäre Schadenersatz.

Besondere Arten des KaufesBearbeiten

  1. Kauf auf Probe: Käufer kann Ware nach einer bestimmten Zeit zurückgeben, ansonsten gilt Ware als angenommen.
  2. Kauf nach Probe: Kauf erfolgt aufgrund eines Musters, die gelieferte Ware muss dessen Eigenschaften haben.
  3. Kauf zur Probe: Vorerst wird eine kleine Menge bestellt, gefällt sie, so wird eine größere nachbestellt.
  4. Kauf auf Umtausch: Käufer kann anstelle der zunächst gekauften eine andere Ware verlangen. Umtausch ist meist an eine Frist gebunden.

GesellschaftsrechtBearbeiten

FIXXME: Diagramm zeichnen

HandelsgesellschaftBearbeiten

Mitglieder der Handeslgesellschaft heißen Gesellschafter, Teilhaber(Kompagnon), Mitinhaber oder auch Mitunternehmer.

Gründe: Kapital, Haftung, Steuerrecht, Risikoteilung, Arbeitsteilung

Personengesellschaften Bearbeiten

OHG (Offene Handelsgesellschaft) Bearbeiten

geregelt im HGB Definition: 2 oder mehrere Personen schließln sich unter gemeinsamer Firma zum Betrieb eines Handelsgewerbes zusammen, wobei jeder Gesellschafter persölich, unbeschränkt und solidarisch haftet.

Haftung: a) unbeschränkt: Gesellschafter haftet nicht nur mit Gesellschaftsvermögen sondern auch mit Privatvermöen b) persölich: Jeder Gläubiger kann sich direkt an einen Gesellschafter wenden, ohne zuvor die Zahlung von der Gesellschaft zu verlangen. c) solidarisch: Jeder Gesellschafter haftet für die Gesamtschulden der Gesellschaft. "zur gesamten Hand" "zur ungeteilten Hand"

Rechte: Gewinnbeteiligung, Entnahmerecht (Privatentnahmen, 4% des Kapitals) Geschäftsfhrung ( =alle Handlungen die der gewöhnliche Betrieb mit sich bringt, zB Einkauf von Rohstoffen, Einstellung und Kündigung von Mitarbeitern)

Vertretung nach Aussen: Alle gerichtlichen und aussergerichtlichen Rechtshandlungen Im Gesellschaftsvertrag kann bestimmt werden, dass alle oder mehrere zusammen bzw. einzeln Vertretungsbefugt sind. zB Veräußerung von Grundstücken, gerichtliche Vertretung, Erteilung und Widerruf von Prokura

Kontrolle: Einsicht in alle Geschäftsbcher und Unterlagen

Pflichten: Mitarbeit Einlagen(Geld, Sachwerte, Arbeitszeit, Fähigkeiten,...) Konkurrenzverbot (keine gesch�tsfhrende Tätigkeit bei anderen Unternehmen mit gleichem Unternehmensgegenstand)

Vorteile: +) Volle Kontrollmölichkeit (Einsicht in alle Bücher) +) Arbeitsteilung +) leichtere Kapitalaufbringung bei Aufnahme von Krediten Nachteile: -) Volle Haftung -) enge Bindung ans Unternehmen -) Konkurrenzverbot

Aufl�ungsgrnde: Zeitablauf Kündigung durch einen Gesellschafter Gesellschafterbeschluss Tod eines Gesellschafters (Fortsetzung mit Erben kann vereinbart sein) Konkurs der Gesellschaft oder eines Gesellschafters

Steuerliche Behandlung: Bilanz einer Personengesellschaft wird steuerlich als Summe der Bilanzen der einzelnen Gesellschafter gesehen, daher unterliegt jeder Gesellschafter der Einkommenssteuer.

KG (Kommanditgesellschaft) Bearbeiten

Geregelt im HGB. 2 oder mehrere Personen schließen sich unter gemeinsamer Firma zum Betreiben eines Handelsgewerbes zusammen, wobei mindestens 1 Gesellschafter (Komplementär) persölich und unbeschränkt haftet und mindestens 1 Gesellschafter(Kommanditist) beschränkt mit seiner Einlage haftet.

Komplementär:

Volles Einsichtsrecht, Geschäftsfhrung, Geschäftsvertretung, Privatentnahmerecht, Gewinnbeteiligung

Pflichten: Volle Haftung, Konkurrenzverbot Vorteile: Kapitalaufstockung ohne Fremdfinanzierung Nachteile: Volle Haftung, Konkurrenzverbot, enge Bindung ans Unternehmen

Kommanditist:

Informationsrecht, Kopie der Jahresbilanz, Geschäftsbericht, Kündigungsrecht, Gewinnbeteiligung

Pflichten: Pflicht zur ausgehandelten Einlage Vorteile: Haftung nur mit seiner Einlage, keine Pflicht zur Mitarbeit Nachteile: keine Mitsprache, wenig Kontrolle, Einkommenssteuer(gesondert)

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